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Gesellschaft CJZ Dortmund e.V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
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Internationaler Holocaust-Gedenktag 2018

27. Januar - Jahrestag der Befreiung von Auschwitz
Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Moshe Zimmermann, Israel

28. Januar 2018

Deutsches Fußballmuseum - 11.00 Uhr
Platz der Deutschen Einheit 1 (Innenstadt), Dortmund


2018 jährt sich die Deportation von Dortmund nach Auschwitz zum fünfundsiebzigsten Mal. Dabei wurde neben vielen anderen Jüdinnen und Juden auch der deutsche Fußballnationalspieler jüdischen Glaubens, Julius Hirsch, in das Vernichtungslager deportiert. Sein Leidensweg in den Tod führte von Karlsruhe nach Auschwitz über Dortmund.

Deshalb begehen die Veranstalter in diesem Jahr das Gedenken im Deutschen Fußballmuseum, nur wenige Schritte vom Dortmunder Hauptbahnhof entfernt. Dort kam Julius Hirsch am 1. März 1943 an. Nachdem er eine Nacht im Sammellager der Gaststätte Börse am Nordausgang der Hauptbahnhofs verbringen musste, wurde er mit anderen dort untergebrachten Jüdinnen und Juden zum Südbahnhof und von dort in Güterwaggons gepfercht in den Osten Europas transportiert. Am 3. März 1943 kam der Zug in Auschwitz an. Viele der Deportierten, darunter höchstwahrscheinlich auch Julius Hirsch, wurden sofort vergast.

Gemeinsam wollen wir in einer würdigen Feierstunde allen Opfern des Holocaust gedenken.

Begrüßung durch Manuel Neukirchner, Direktor des Deutschen Fußballmuseums.
Grußworte von Oberbürgermeister Ullrich Sierau, des DFB-Präsidenten Reinhard Grindel und von Georg Borgschulte, geschäftsführender Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.

Den Hauptvortrag zum Thema "Das  judenfreie Europa mit einem judenfreien Sport - Fußball und 'Endlösung‘ “ hält Prof. Dr. Moshe Zimmermann, Israel.

Der Referent wurde 1943 in Jerusalem geboren. Seine Eltern, Hamburger Juden, waren 1937 in das britische Mandatsgebiet Palästina geflohen. Seit 1986 ist  Zimmermann Direktor des „Richard-Koebner-Center for German History“ an der Hebräischen Universität Jerusalem. Er lehrte als Gastprofessor in Heidelberg, Kassel (Franz-Rosenzweig-Gastprofessur), Princeton, Halle, München und Jena. Für seine Forschungen erhielt Zimmermann verschiedene Preise u.a. den Dr.-Leopold-Lucas-Preis der Universität Tübingen (2002) sowie den Lessing-Preis für Kritik (2006).

Im Rahmenprogramm erklingen Musikstücke jüdischer Komponisten, die Opfer der NS-Verfolgung wurden. Dies ist Teil des Projektes „EchoSpore“, das von der Stiftung Lichterfeld (Treuhänder: Ruhrstiftung Bildung und Erziehung, Essen) ins Leben gerufen wurde.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine vorherige Anmeldung möglichst bis zum 15.01.2018 (spätestens bis 22.1.2018) unter einladung@fussballmuseum.de aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich. 

In Kooperation: Deutsches Fußballmuseum, Deutscher Fussball-Bund, Stadt Dortmund, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Volkshochschule Dortmund, Auslandsgesellschaft NRW  e.V., Jugendring Dortmund