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Gesellschaft CJZ Dortmund e.V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
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Violinen der Hoffnung

Veranstaltungsreihe der GCJZ Dortmund e.V.
Ausstellung-Konzerte-Gottesdienste-Schulprogramm 

10. bis 16. November 2018


Dortmund


Eine Werkstatt in Tel Aviv mit ca. 70 Geigen, deren Besitzer während der Shoah ermordet wurden oder davor geflüchtet sind. Diese Instrumente sind von dem israelischen Geigenbauer Amnon Weinstein und dessen Sohn Avshalom gesammelt und sorgfältig restauriert worden.  Als „Violinen der Hoffnung“ schicken sie sie seit nunmehr  20 Jahren zu Konzerten auf der ganzen Welt (u.a. Paris, New York, Cleveland, Berlin). Ehemals gespielt in Auschwitz, Buchenwald und Dachau stehen die Instrumente für die leidvolle Geschichte ihrer Besitzer und setzen durch die Musik ein Zeichen der Hoffnung. Für seinen Einsatz erhielt Amnon Weinstein kürzlich die Ernst-Cramer-Medaille der Deutsch-Israelischen Gesellschaft sowie das Bundesverdienstkreuz.

Für Amnon Weinstein und seinen Sohn Avshalom ist ihr Projekt nicht nur eine Art von historischem Gedenken an eine einst verschmähte Kultur und fast vergessene Menschen. Sie sehen in ihm auch eine Möglichkeit zur Begegnung von Menschen verschiedener Herkunft und Glaubensrichtungen, die in einem Konzert zusammenkommen: „Unsere Geigen bedeuten den Sieg der Menschlichkeit über das Böse und den Hass".

Nach einem Konzert in Berlin kam eine Niederländerin, deren Großvater 1944 in Auschwitz war und auf dessen Geige im Konzert gespielt wurde, auf den Gast aus Tel Aviv zu. Die junge Frau hörte das Instrument in Berlin zum ersten Mal. Sie sagte zu Weinstein: "Es ist, als hätten die Philharmoniker meinem Opa das Leben zurückgeschenkt."


Herzliche Einladung zu den Veranstaltungen „Violinen der Hoffnung“
(Eintritt frei bis auf die Konzerte 13./14.11.)

  • Ausstellung: „Violinen der Hoffnung“ (16 Instrumente) im Konzerthaus Dortmund, Brückstr. 21, von
    Mo., 12.11. bis Fr., 16.11., 10.00 bis 18.30 Uhr
  • Konzerte im Konzerthaus Dortmund, Di., 13.11. und Mi., 14.11., 20.00 Uhr, Einführung jeweils: 19.15 Uhr.
    3. Philharmonisches Konzert  mit den Dortmunder Philharmonikern (Leitung: Gabriel Feitz. Klavier: Radu Lupu). Programm „Letzte Dinge“:
    Pavel Haas (jüd. Komponist,  1941 in Theresienstadt inhaftiert, 1944 in Auschwitz ermordet): Scherzo triste op. 5,
    Béla Bartók, Konzert für Klavier und Orchester, Nr. 3 Sz 119 und
    Anton Bruckner, Sinfonie Nr.9 d-moll.
    Karten/Reservierung/Information:  www.konzerthaus-dortmund.de  oder www.theaterdo.de
  • Thematische Gottesdienste:
    Sa., 10.11., 18.30 Uhr: Forumsgottesdienst in der kath. Propstei-Kirche, Propsteihof, mit dem Klezmer Trio
    So., 11.11., 11.30 Uhr: Gottesdienst in der ev. St. Reinoldi-Kirche, Ostenhellweg, mit dem Klezmer Trio
  • Konzertlesungen: „Klingende Zeitzeugen“
    Vorträge von Amnon und Avshalom Weinstein, Musik von kleinen Geigen-Ensembles der TU Dortmund und des Orchesterzentrums NRW:
    So., 11.11., 15.00 Uhr, mit dem Klezmer-Trio, in der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund, Prinz-Friedrich-Karl-Str. 9
    Mo., 12.11., 17.00 Uhr, mit einem Geigen-Ensemble der TU Dortmund; TU Dortmund, Fakultät Kulturwissenschaften/Institut f. Anglistik u. Amerikanistik, George Mc Govern Foyer Erdgeschoss, Emil-Figge-Str. 50 (0.406) - ohne Anmeldung.
    Do., 15.11., 18.00 Uhr, mit dem Geigenensemble des Orchesterzentrums; Orchesterzentrum NRW, Brückstr. 47. Platzkarten unter: www.konzerthaus-dortmund.de
  • Schulprogramm Mo., 12.11. – Do., 15.11.:
    Es wird ein umfangreiches viertägiges Schulprogramm – bisher einmalig in Deutschland – geben. Dieses zielt darauf ab, dass * die jungen Menschen (ab der Klasse 9) sich intensiv vorbereiten und aus erster Hand durch die Träger des Projektes Amnon (Vater) und Avshalom (Sohn) Weinstein informiert werden, * sie durch Vorträge, unmittelbare Anschauung in der Ausstellung  und ein Kammerkonzert mit 16 „Violinen der Hoffnung“ einen emotionalen Zugang zu den Themen „Shoah, Erinnerungsarbeit und Einsatz gegen Antisemitismus und Rassismus“ gewinnen * und so zum gesellschaftlichen Engagement ermutigt werden. Nach einer Vorbereitungsphase, bei der die Weinsteins u.a. über ihre Arbeit und die Geschichten einzelner Geigen informieren, bildet der Besuch eines Konzertvortrags „Violinen der Hoffnung: Klingende Zeitzeugen“ das Kernstück des Schulprogramms. Dieses Programm für Schüler*innen wird mit Unterstützung des Orchesterzentrums NRW und der Musikschule Dortmund insgesamt fünfmal präsentiert.

    Ein Informations- und Planungstreffen für alle interessierten Lehrer*innen findet statt am Donnerstag, 06. September um 16.00 Uhr im Katholischen Forum, Propsteihof 10, (Erdgeschoss, Raum 6). Lehrkräfte in der Fächern Geschichte, Religion, Politik und Musik sind herzlich eingeladen (ohne Anmeldung).
     

Ganz herzlich bedanken wir uns für die Unterstützung durch unsere Kooperationspartner in Dortmund: Konzerthaus, Theater und Dortmunder Philharmoniker, Orchesterzentrum NRW, Musikschule, Technische Universität, Klezmertrio, Kath. Forum, Ev. Kirchengemeinde St. Reinoldi und Jüdische Kultusgemeinde. Auch für die finanzielle Unterstützung durch Fördervereine, Firmen und Sponsoren bedanken wir uns an dieser Stelle.