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Heinrich Heine. Die Erfindung des europäischen Intellektuellen

Lesung und Gespräch mit Dr. Rolf Hosfeld (Potsdam)

10. September 2015

Achtung! Änderung Veranstaltungsort, jetzt in der:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache - 19.00 Uhr
Steinstraße 50, Dortmund


„Heine nannte sich selbst einen »entlaufenen Romantiker«, besaß ein fast absolutes Gehör für die Dissonanzen seiner Zeit und lockerte, wie Karl Kraus schrieb, »der deutschen Sprache das Mieder« – Heinrich Heine hat als Erster die Kluft zwischen Poesie und Leben überwunden. Und er war zugleich auch der erste wahrhaft europäische Intellektuelle. So entsteht das Portrait eines modernen Zweiflers, der auf überraschende Weise wieder unser Zeitgenosse geworden ist.

"Der bedeutendste Journalist unter den deutschen Dichtern und der berühmteste Dichter unter den Journalisten der ganzen Welt."
Marcel Reich-Ranicki über Heinrich Heine.

"Heinrich Heine hatte ein waches Auge für die Signaturen seiner Zeit: In der Ära der Nationalbewegungen entwickelte er ein feines Sensorium für den gar nicht so feinen Unterschied zwischen republikanischem und altdeutschem Nationalismus. Er erkannte als Erster die dunklen Energien eines drohenden Populismus und pflegte eine ganz eigene Unterscheidung von »Kultur« und »Zivilisation« jenseits der üblichen Völkerklischees. In all dem kultivierte er einen solch elegant-ironischen Umgang mit deutschem Ressentiment und Tiefsinn, dass die deutsche "Leitkultur" sich durch ihn geradezu beleidigt fühlte.“ (Siedler Verlag)

Der Referent ist erfolgreicher Biograph und einer der besten deutschen Heine-Kenner. Er zeigt uns, wie Heines außergewöhnliches Leben und Werk gleichsam den Typus des europäischen Intellektuellen begründet hat. Dr. Hosfeld promovierte über Heinrich Heine, arbeitete als Dozent, Verlagslektor, Redakteur, Feuilletonchef der Wochenzeitung „Die Woche“, Film- wie Fernsehproduzent, Regisseur sowie Chefredakteur der Buchreihe „Kulturverführer“.

In Kooperation: Volkshochschule, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Fakultät Kulturwissenschaften der TU Dortmund

(Copyright Porträtfoto Hosfeld: Roland Stelter;
Buchcover: Siedler-Verlag)