GCJZ Dortmund siteheader

Gesellschaft CJZ Dortmund e.V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Öffnungszeiten: mo. bis mi. u. fr.: 9.00 – 12.00 Uhr,
do. 12.00 - 15.00 Uhr

Fon 02 31 / 17 13 17
Fax 02 31 / 1 76 54 58

E-Mail info@gcjz-dortmund.de
Homepage www.gcjz-dortmund.de

Durch Jahrhunderte jüdischen Lebens in Deutschland

Vortrag von Dr. Uri R. Kaufmann (Essen)
Aus Anlass 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

16. März 2021

Online-Veranstaltung - 19.00 Uhr
weitere Infos:


Einige wenige Funde deuten auf jüdisches Leben in der Spätantike nördlich der Alpen. Im 10./11. Jahrhundert entsteht im Rheinland das aschkenasische Judentum in Speyer, Worms und Mainz, den „Kehilloth Schum“. Es ist die älteste nichtchristliche Minderheit Europas.

Über die Zeiten hinweg lebten jüdische Familien immer auf dem Gebiet des späteren Deutschland, zuerst in Städten an Wasserstraßen, nach ihrer Vertreibung im 15. Jahrhundert auf dem Land als Pferde- und Viehhändler sowie Hausierer.

So siedelten sich in der Nähe von Dortmund in Dorstfeld, Mengede und Hörde schon im 18. Jahrhundert jüdische Händler an. In der ehemaligen Freien Reichsstadt Dortmund durften sich aber erst nach 1809 Juden niederlassen. 1869 erhielten sie in Preußen endlich ihre Gleichstellung. Am 8. Juni 1900 konnte die Gemeinde eine prächtige Synagoge am Hiltropwall einweihen. Mit der Industrialisierung und dem schnellen Wachstum der Bevölkerung allgemein wuchs die Synagogengemeinde von 522 Mitglieder im Jahr 1867 auf 4104 im Jahr 1933. Ein bedeutender Rabbiner war Dr. Benno Jacob, der von 1906-1932 in der Stadt wirkte. Im städtischen Kulturleben und in der Politik waren Juden präsent bis die Verfolgung 1933 einsetzte.

Schon am 21. September 1938 begann die Zerstörung der großen Synagoge. Nach der Befreiung wurde am 1. Oktober 1945 die Jüdische Gemeinde Groß-Dortmund gegründet, die 1956 eine Synagoge bauen konnte. Nach 1990 wanderten russischsprachige Juden zu, die heute die große Mehrheit der etwa 3000 Gemeindemitglieder ausmachen.

Uri R. Kaufmann wuchs in der Schweiz auf, studierte an der Hebräischen Universität in Jerusalem (1977-1983), promovierte an der Universität Zürich (1987). Danach unterrichtete er jüdische Geschichte an der Hochschule für Jüdische Studien, kuratierte Ausstellungen und war als Konzeptentwickler am Jüdischen Museum Berlin tätig (2000/2001). Seit 2011 leitet er die Alte Synagoge Essen – Haus jüdischer Kultur.

Moderation: Dr. Stefan Mühlhofer, Vorstand GCJZ Dortmund

Information der VHS:

Der Vortrag findet im Konferenztool edudip  der vhs. cloud (Bundesweite Lernplattform der Volkshochschulen) statt. Mit dem folgenden Link erhalten Teilnehmende den  Zugang zur Veranstaltung:

https://www.edudip.com/de/webinar/dr-uri-kaufmann-durch-die-jahrhunderte-judischen-lebens-in-deutschland/888998

Eine gesonderte Anmeldung zur Veranstaltung auf der VHS-Homepage ist nun nicht mehr erforderlich.
Der Link ist ab sofort aktiv. Man kann sich im Vorfeld direkt anmelden und dann zur Veranstaltung wieder reingehen oder erst direkt zur Veranstaltung. Wichtig ist nur, dass man es beide Male mit der gleichen E-Mails Adresse macht.

In Kooperation: Historischer Verein, Stadtarchiv Dortmund, Volkshochschule Dortmund, Evangelischer Kirchenkreis Dortmund, Katholische Stadtkirche Dortmund, Auslandsgesellschaft.de e.V.

(Portrait Kaufmann: Stadt Essen)